Sonstige Krankheiten


Epilepsie

Leider ist die digitale Hyperkeratose nicht die einzige Krankheit an der Zeno leidet. Er leidet auch unter epileptischen Anfällen. Der erste Anfall hatte er im Alter von zwei Jahren an einem schönen Sommertag. Er kam aus heiterem Himmel mit Krampfanfall, Zittern, Hächeln sowie unkontrolliertem Harnabsatz. Nach drei Minuten lösten sich die Krämpfe wieder und der Zustand normalisierte sich relativ schnell.
Da wir zunächst nicht wussten, was das war, unternahmen wir noch nichts. Erst als sich nach ein paar Wochen die Anfälle wiederholten und eine Kollegin, die von Beruf Krankenpflegerin ist, bemerkte, dass sie das an epileptische Anfälle bei Menschen erinnere, gingen wir zum Tierarzt, welcher die Diagnose „Epilepsie“ stellte.
Die Therapie erfolgt mit dem AntiepilepticumAphenylbarbit“. Zeno bekommt nun täglich 100 mg davon und ist praktisch anfallsfrei.

Mit Hilfe dieses Informationsblatt kann man abschätzen, ob es sich um einen epileptischen Anfall handelt oder nicht.

 

Milztumor
Im August 2009 wurde ein Milztumor im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Dieser Tumor bedeutete beinahe das Ende des  jungen Hundelebens. Lese hier einen kleinen Bericht über diese turbulenten Tage:

Schon seit einiger Zeit roch Zeno schlecht aus dem Mund und war für seine Verhältnisse etwas schlapp. Wir dachten, dass dies am heissen Wetter bzw. am Zahnstein liege. Auch "schlang" er sein Essen nicht mehr wie üblich hinunter, sondern lief zeitweise sogar von seinem Essen weg um eine Pause zu machen.

Dann, an einem Freitag, frass noch trank Zeno mehr. Nach 24 Stunden (also dann am Samstag) war Zeno apathisch und erbrach gelb-grünlichen Schleim. Wir entschieden uns notfallmässig zum Tierarzt zu gehen. Dort nahm man ihm Blut und setzte vorerst eine Infusion gegen den Flüssigkeitsverlust. Die Blutwerte waren nicht so schlecht (aber auch nicht wirklich gut). Nach zwei Stunden am Tropf ging es Zeno schon etwas besser, wahrscheinlich aufgrund der ersetzten Flüssigkeit.

Die Tierärztin wollte aber trotzdem noch zur Sicherheit eine Röntgenaufnahme vom Körper machen. Also ab in den Röntgenraum und ein erstes Bild. Ooooh, da war ein ballförmiger Schatten in der Bauchgegend. Zur Sicherheit noch eine zweite Aufnahme von der Seite. Auf diesem Bild konnte man wieder diese tennisballgrosse "Masse" in der Bauchgegend erkennen.

Zur definitiven Diagnose müsste ein Ultraschall gemacht werden, doch leider ist der Ultraschall-Arzt an diesem Wochenende nicht abrufbar.

Wir entschieden uns darum, direkt in das Tierspital in Zürich zu gehen und Zeno dort in kompetente Hände zu geben. Also ab nach Zürich in die Notfallaufnahme. Nach einer halben Stunde sind wir dran (es war in der Zwischenzeit etwa 22:00 Uhr). Der behandelnde Arzt schaut sich die Röntgenbilder an, tastet am Bauch rum und sagt, dass ein Ultraschall nötig sei, um eine definitive Diagnose zu machen. Seine Vermutung war, dass die Masse ein Tumor sein muss, aber unklar an welchem Organ. Da aber der Zustand von Zeno stabil war und am Wochenende nur notfallmässig Ultraschalle gemacht werden, muss Zeno vorerst ohne genauere Diagnose im Tierspital zur Beobachtung bleiben. Solange die Masse nicht aufplatzt, bestehe vorerst keine Gefahr.

Am nächsten Tag (Sonntag) erkundigten wir uns telefonisch nach dem Gesundheitszustand. Sein Zustand war nach wie vor stabil und es wurde geplant am Montag den Ultraschall zu machen und dann über die nächsten Schritte zu entscheiden.

Am Abend klingelte wieder das Telefon und der Arzt erklärte uns, dass die Masse nun zu bluten angefangen habe und dass jetzt sofort gehandelt werden müsse. Wir gaben unser Einverständnis und der Ultraschall-Spezialist wurde aufgeboten. Langes Warten ... Dann um 22:00 Uhr das Telefon. Die Ultraschalldiagnose hat ergeben, dass es sich um einen Tumor an der Milz handelt und dass Milztumore (v.a. bei einem relativ jungen Hund wie Zeno) in 80% der Fälle bösartig seien, das heisst Ableger in der Lunge und anderen Organen machen - die Lebenserwartung in diesem Fall wird höchstens auf ein Jahr geschätzt. Auf dem Ultraschall konnten aber keine Metastasen erkannt werden.

Wir hatten ein paar Minuten Zeit zu entscheiden, ob der Tumor operativ entfernt oder Zeno eingeschläfert werden soll. Wir brauchten nicht lange zu überlegen: Solange noch ein Funken Hoffnung bestand, soll operiert werden.

Dann banges Warten. Um Mitternacht klingelte wieder das Telefon. Die OP war erfolgreich verlaufen. Die Milz wurde mitsamt dem Tumor entfernt. Zeno hatte viel Blut verloren, aber sein Zustand war stabil. Nun musste Zeno noch eine Woche im Tierspital bleiben, bis seine Blutwerte wieder einigermassen normal waren.

In den kommenden Wochen jeden Tag Narbenpflege und langsamer Wiederaufbau seiner Kondition.

Schliesslich, vier Wochen nach der OP, war Zeno wieder fit und rennt nun wieder den Katzen nach.

 

P.S. Die nachträgliche Untersuchung des Krebsgeschwürs hat entgegen aller Erwartung ergeben, dass der Tumor gutartig war.

 

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