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Leider ist die
digitale Hyperkeratose nicht die einzige Krankheit an der Zeno leidet. Er
leidet auch unter epileptischen Anfällen. Der erste
Anfall hatte er im Alter von zwei Jahren an einem schönen Sommertag. Er kam aus
heiterem Himmel mit Krampfanfall, Zittern, Hächeln sowie
unkontrolliertem Harnabsatz. Nach drei Minuten lösten sich die Krämpfe wieder und der
Zustand normalisierte sich relativ schnell. Mit Hilfe dieses Informationsblatt
kann man abschätzen, ob es sich um einen epileptischen Anfall handelt oder
nicht. Milztumor Schon seit einiger
Zeit roch Zeno schlecht aus dem Mund und war für seine Verhältnisse etwas
schlapp. Wir dachten, dass dies am heissen Wetter bzw. am Zahnstein liege.
Auch "schlang" er sein Essen nicht mehr wie üblich hinunter,
sondern lief zeitweise sogar von seinem Essen weg um eine Pause zu machen. Dann, an einem
Freitag, frass noch trank Zeno mehr. Nach 24 Stunden (also dann am Samstag)
war Zeno apathisch und erbrach gelb-grünlichen Schleim. Wir entschieden uns
notfallmässig zum Tierarzt zu gehen. Dort nahm man ihm Blut und setzte
vorerst eine Infusion gegen den Flüssigkeitsverlust. Die Blutwerte waren
nicht so schlecht (aber auch nicht wirklich gut). Nach zwei Stunden am Tropf
ging es Zeno schon etwas besser, wahrscheinlich aufgrund der ersetzten
Flüssigkeit. Die Tierärztin wollte
aber trotzdem noch zur Sicherheit eine Röntgenaufnahme vom Körper machen.
Also ab in den Röntgenraum und ein erstes Bild. Ooooh,
da war ein ballförmiger Schatten in der Bauchgegend. Zur Sicherheit noch eine
zweite Aufnahme von der Seite. Auf diesem Bild konnte man wieder diese
tennisballgrosse "Masse" in der Bauchgegend erkennen. Zur definitiven
Diagnose müsste ein Ultraschall gemacht werden, doch leider ist der
Ultraschall-Arzt an diesem Wochenende nicht abrufbar. Wir entschieden uns
darum, direkt in das Tierspital in Zürich zu gehen und Zeno dort in
kompetente Hände zu geben. Also ab nach Zürich in die Notfallaufnahme. Nach
einer halben Stunde sind wir dran (es war in der Zwischenzeit etwa 22:00
Uhr). Der behandelnde Arzt schaut sich die Röntgenbilder an, tastet am Bauch
rum und sagt, dass ein Ultraschall nötig sei, um eine definitive Diagnose zu
machen. Seine Vermutung war, dass die Masse ein Tumor sein muss, aber unklar
an welchem Organ. Da aber der Zustand von Zeno stabil war und am Wochenende
nur notfallmässig Ultraschalle gemacht werden, muss Zeno vorerst ohne
genauere Diagnose im Tierspital zur Beobachtung bleiben. Solange die Masse
nicht aufplatzt, bestehe vorerst keine Gefahr. Am nächsten Tag
(Sonntag) erkundigten wir uns telefonisch nach dem Gesundheitszustand. Sein
Zustand war nach wie vor stabil und es wurde geplant am Montag den
Ultraschall zu machen und dann über die nächsten Schritte zu entscheiden. Am Abend klingelte
wieder das Telefon und der Arzt erklärte uns, dass die Masse nun zu bluten
angefangen habe und dass jetzt sofort gehandelt werden müsse. Wir gaben unser
Einverständnis und der Ultraschall-Spezialist wurde aufgeboten. Langes Warten
... Dann um 22:00 Uhr das Telefon. Die Ultraschalldiagnose hat ergeben, dass
es sich um einen Tumor an der Milz handelt und dass Milztumore (v.a. bei
einem relativ jungen Hund wie Zeno) in 80% der Fälle bösartig seien, das
heisst Ableger in der Lunge und anderen Organen machen - die Lebenserwartung
in diesem Fall wird höchstens auf ein Jahr geschätzt. Auf dem Ultraschall
konnten aber keine Metastasen erkannt werden. Wir hatten ein paar
Minuten Zeit zu entscheiden, ob der Tumor operativ entfernt oder Zeno
eingeschläfert werden soll. Wir brauchten nicht lange zu überlegen: Solange noch
ein Funken Hoffnung bestand, soll operiert werden. Dann banges Warten.
Um Mitternacht klingelte wieder das Telefon. Die OP war erfolgreich
verlaufen. Die Milz wurde mitsamt dem Tumor entfernt. Zeno hatte viel Blut
verloren, aber sein Zustand war stabil. Nun musste Zeno noch eine Woche im
Tierspital bleiben, bis seine Blutwerte wieder einigermassen normal waren. In den kommenden
Wochen jeden Tag Narbenpflege und langsamer Wiederaufbau seiner Kondition. Schliesslich, vier
Wochen nach der OP, war Zeno wieder fit und rennt nun wieder den Katzen nach. P.S. Die
nachträgliche Untersuchung des Krebsgeschwürs hat entgegen aller Erwartung
ergeben, dass der Tumor gutartig war. |
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